Das neue Elterngeld

Mit dem Vorschlag, das bisherige Erziehungsgeld durch ein Elterngeld zu ersetzen, sorgte Familienministerin Ursula von der Leyen für einen ziemlichen Aufruhr. Viele Fragen standen im Raum: Darf man Väter dazu verpflichten, sich zwei Monate lang um die Betreuung ihres Kindes zu kümmern? Ist es sozial, die Höhe des Elterngeldes an das vorherige Einkommen zu koppeln? Reicht es aus, den Menschen mehr Geld zu versprechen, damit sie sich für mehr Kinder entscheiden?

Dass quer durch alle Parteien so vehement gestritten wurde, zeigt, dass mit dem neuen Gesetz einiges grundsätzlich verändert wurde. Konsequent weitergedacht könnte das Gesetz einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Rollen von Mann und Frau in der Erziehungsarbeit verändern. Nicht nur durch die so genannten „Vätermonate“. Sondern auch dadurch, dass Erziehungsgeld nicht mehr pauschal gezahlt wird. Auch mit dem neuen Elterngeld sind nicht alle Fragen, die Familien bewegen und belasten, gelöst. Mit dieser Ausgabe des Frauenjahrbuchs wollen wir Ihnen Mut machen, Ihren Weg zu gehen und Sie über die neuen Regelungen zum Elterngeldinformieren.

 

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